Lexikon: Begriffe rund um Rechnung, Beleg und DATEV
Fachbegriffe kurz erklärt: was sie bedeuten, wo sie geregelt sind und was sie für Ihren Alltag heißen.
Aufbewahrungsfrist
Aufbewahrungsfrist heißt der Zeitraum, in dem Geschäftsunterlagen aufzuheben sind: je nach Art zehn, acht oder sechs Jahre (§ 147 AO).
DATEV Belegtransfer
DATEV Belegtransfer ist eine Anwendung der DATEV eG, die Belege aus Ordnern oder Vorsystemen automatisch nach DATEV Unternehmen online überträgt.
Buchungsstapel
Buchungsstapel heißt im DATEV-Format eine CSV-Datei mit Buchungssätzen, die in DATEV Rechnungswesen importiert werden kann.
DATEV SmartLogin
DATEV SmartLogin ist eine App der DATEV eG für Smartphone oder Tablet, mit der Sie sich per QR-Code sicher bei DATEV-Cloud-Anwendungen anmelden.
DATEV Unternehmen online
DATEV Unternehmen online ist die Cloud-Anwendung der DATEV eG, über die Unternehmen Belege und Daten mit ihrer Steuerkanzlei austauschen.
Dauerfristverlängerung
Dauerfristverlängerung heißt die Verlängerung der Abgabe- und Zahlungsfrist für die Umsatzsteuervoranmeldung um einen Monat (§ 46 UStDV).
E-Rechnung
E-Rechnung nennt das Umsatzsteuergesetz eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format nach der Norm EN 16931. Ein einfaches PDF genügt nicht.
EN 16931
EN 16931 ist die europäische Norm für die elektronische Rechnungsstellung. Sie definiert das Datenmodell, dem eine E-Rechnung entsprechen muss.
Einnahmen-Überschuss-Rechnung
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) heißt die vereinfachte Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG: Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben.
Festschreibung
Festschreibung heißt der Vorgang, mit dem Buchungen in einem Buchhaltungsprogramm endgültig und unveränderbar gemacht werden (§ 146 Abs. 4 AO).
GoBD
GoBD heißen die Grundsätze der Finanzverwaltung für elektronische Buchführung, Aufbewahrung und Datenzugriff, veröffentlicht als BMF-Schreiben.
Gutschrift
Gutschrift bezeichnet im Umsatzsteuerrecht eine Rechnung, die der Leistungsempfänger ausstellt. Im Alltag ist oft die Korrektur einer Rechnung gemeint.
Kleinbetragsrechnung
Kleinbetragsrechnung heißt eine Rechnung bis 250 Euro Gesamtbetrag. Für sie genügen nach § 33 UStDV wenige Angaben, eine E-Rechnung ist nicht nötig.
Kleinunternehmerregelung
Kleinunternehmerregelung heißt die Umsatzsteuerbefreiung nach § 19 UStG für Unternehmen mit höchstens 25.000 Euro Vorjahresumsatz.
Leistungsdatum (Zeitpunkt der Leistung)
Leistungsdatum ist der Zeitpunkt, zu dem eine Lieferung oder Leistung ausgeführt wurde. Es ist Pflichtangabe jeder Rechnung nach § 14 Abs. 4 Nr. 6 UStG.
Leitweg-ID
Leitweg-ID heißt die Kennung, mit der E-Rechnungen an öffentliche Auftraggeber adressiert werden. Sie steht in der XRechnung im Feld Käuferreferenz.
Offene Posten
Offene Posten sind Rechnungen, die gestellt oder eingegangen, aber noch nicht bezahlt sind: Forderungen an Kunden und Verbindlichkeiten bei Lieferanten.
Pendelordner
Pendelordner heißt der Aktenordner, in dem Mandanten ihre Papierbelege sammeln und regelmäßig zur Steuerkanzlei bringen, die ihn nach dem Buchen zurückgibt.
Pflichtangaben einer Rechnung
Pflichtangaben einer Rechnung sind die zehn Angaben, die § 14 Abs. 4 UStG verlangt, von Name und Anschrift bis Steuersatz und Steuerbetrag.
Rechnungsnummer
Rechnungsnummer heißt die fortlaufende, einmalig vergebene Nummer, die jede Rechnung eindeutig kennzeichnet. Sie ist Pflichtangabe nach § 14 Abs. 4 UStG.
Reverse-Charge-Verfahren
Reverse-Charge-Verfahren heißt die Regel, nach der nicht der leistende Unternehmer, sondern der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet (§ 13b UStG).
SKR 03 und SKR 04
SKR 03 und SKR 04 sind zwei Kontenrahmen von DATEV. Sie legen fest, unter welcher Kontonummer ein Geschäftsvorfall gebucht wird.
Soll- und Ist-Versteuerung
Soll- und Ist-Versteuerung unterscheiden, wann die Umsatzsteuer entsteht: schon mit der Leistung oder erst, wenn der Kunde zahlt (§§ 16, 20 UStG).
Sonstige Rechnung
Sonstige Rechnung nennt das Umsatzsteuergesetz jede Rechnung, die keine E-Rechnung ist: Papierrechnungen ebenso wie ein PDF ohne strukturierte Daten.
Steuernummer
Steuernummer heißt die Nummer, unter der das Finanzamt einen Steuerpflichtigen führt. Auf Rechnungen ist sie oder die USt-IdNr. Pflichtangabe.
Stornorechnung
Stornorechnung heißt der Beleg, der eine ausgestellte Rechnung vollständig aufhebt. Rechtlich ist sie eine Rechnungsberichtigung nach § 31 Abs. 5 UStDV.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) heißt die Nummer, die das Bundeszentralamt für Steuern Unternehmen für den Handel in der EU erteilt.
Umsatzsteuervoranmeldung
Umsatzsteuervoranmeldung (UStVA) heißt die Erklärung, mit der Unternehmen ihre Umsatzsteuer monatlich oder vierteljährlich selbst berechnen und anmelden.
Verfahrensdokumentation
Verfahrensdokumentation heißt die Beschreibung, wie ein Betrieb Belege und Buchführungsdaten erfasst, verarbeitet und aufbewahrt. Die GoBD verlangen sie.
Verzugszinsen
Verzugszinsen sind die Zinsen, die ein Schuldner zahlen muss, wenn er eine fällige Rechnung nicht rechtzeitig begleicht (§ 288 BGB).
XRechnung
XRechnung ist der deutsche Standard für E-Rechnungen an öffentliche Auftraggeber: ein reiner XML-Datensatz nach der europäischen Norm EN 16931.
Zahlungsziel
Zahlungsziel heißt die Frist, bis zu der eine Rechnung bezahlt sein soll. Ohne Vereinbarung ist eine Forderung sofort fällig (§ 271 BGB).
ZUGFeRD
ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat: ein PDF mit eingebetteter XML-Datei, herausgegeben vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD).
